Tomte Jultomte der schwedische Weihnachtsmann

 

Seit heidnischer Zeit war der schwedische Tomte ein Wichtel oder Heinzelmännchen, der auf dem Bauernhof lebte und ihn, seine Bewohner und die Haustiere beschützte. Er war klein aber stark, hatte einen weißen oder grauen langen Bart und war oftmals sehr, sehr alt.

Jeder Hof hatte seinen eigenen Tomte. Er lebte unter dem Wohnhaus, im Stall oder auf dem Heuboden, war nur des Nachts aktiv und konnte sich unsichtbar machen. Daher wurde er so selten gesehen. Je nach Stimmung des kleinen Rackers konnte er Glück oder Unglück über den Hof bringen. Deswegen war es sehr wichtig, sich gut mit ihm zu stellen. So wurde ihm z.B. traditionell an Weihnachten eine Schale Hafergrütze– sein Lieblingsgericht – hingestellt. Wichtig war, dass in dem Brei ein Löffel aus Holz steckte, denn der Tomte verabscheute Metall.

 

Der moderne schwedische Jultomte (Weihnachtsmann) kam erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf, als die berühmte schwedische Künstlerin Jenny Nyström (1854 – 1946) eine neue Art von Tomte zeichnete. Dieser wurde so beliebt, dass er überall auf Weihnachtszeitungen und Ansichtskarten zu sehen war und bis heute zu sehen ist. Dieser neue Tomte war eine Kombination aus dem ursprünglichen schwedischen Tomte und dem heiligen Sankt Nikolaus. Aus dem geheimnisvollen, unberechenbaren Tomte wurde nun ein fröhlicher großzügiger Weihnachtswichtel, der Geschenke an die Kinder verteilte.

 

Wer ein bischen schwedisch versteht, sollte unbedingt das Gedicht „Tomten“, das Viktor Rydberg  1881 geschrieben hat, lesen. Es beschreibt wie der Tomte eines Nachts mitten im kalten verschneiten Winter während seiner Arbeit auf dem Hof über die (für ihn merkwürdige) endliche Lebenszeit der Menschen nachgrübelt.

 

Die niedlichen Weihnachtskarten können Sie bei min butik kaufen. Hier klicken und bestellen.

 

Schöne Dinge für Weihnachten finden Sie, wenn Sie hier klicken.